Die Landschaft der Schorfheide bildet zusammen mit dem Choriner Endmoränenbogen eines der größten Schutzgebiete Deutschlands, das 1990 gegründete Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Ausgedehnte Wälder, Wiesen, Moore und Sümpfe, Seen und Fließe machen den Reiz dieser eiszeitlich geformten Landschaft aus. Sie ist Lebensraum für selten gewordene Pflanzen und Tiere, wie z. B. See- und Fischadler, Kranich, Rohrdommel, Sumpfschildkröte, Biber und Fischotter.
Der Name Schorfheide entstand im Mittelalter aus Schorp Weide, als die Bauern ihre Schafe in den (damaligen) Eichenwald (Hutewald) trieben, um sie mit den nahrhaften Eicheln zu mästen. Später wurde ein Großteil der Eichen für die Produktion von Geschützlafetten abgeholzt, aber der Wald wurde immer wieder aufgeforstet. Reste von Hutewald sind aber auch heute noch in der Schorfheide zu finden.
Kurfürst Joachim Friedrich gründete 1604 die Stadt Joachimsthal. Hier entstand die erste Glashütte in der Mark. Unter den Sehenswürdigkeiten Joachimsthals ist die 1820 nach einem Schinkelschen Plan in Form eines griechischen Kreuzes erbaute Kirche und das Denkmal des Heimatdichters Brunold (1811-1894) zu nennen.